David Hasselhoff bei Yahoo, 6. März 2001

 

(An English version of David Hasselhoff’s Yahoo Chat can be found at: http://chat.yahoo.com/c/events/info/2001/03/06/030601hasselhoff.html )

 

David Hasselhoff ist begeistert, bei der weltweiten TV Premiere des Musicals dabei zu sein. Er promotet das PPV (Pay Per View) Special von J&H (Jekyll & Hyde), das am 10. März zu sehen sein wird, normalerweise auf der Bühne, aber jetzt werdet ihr erstmals die Gelegenheit haben, live mit ihm hier in Yahoo! sprechen zu können. Der Chat findet am Dienstag, 6. März um 21 Uhr ET bzw. 18 Uhr PT statt.

 

Das Musical war am Broadway eine Sensation, und brach am Plymouth Theater alle Kassenrekorde. Es entstand eine wahre „Jekkies“ – Fangemeinde, einem hartgesottenen Stammpublikum, das sich das Musical zigmale anschaute. Hasselhoff hatte sein Broadway-Debüt in der Rolle des Dr. Jekyll & Mr. Hyde. Der weltbekannte Serienstar aus Baywatch und Knight Rider kann auf eine internationale Musikkarriere blicken: sein Song Looking for Freedom wurde am Ende des Kalten Krieges in Deutschland zu einer Art Hymne; er sang diesen Song zu den Feierlichkeiten der Deutschen Wiedervereinigung auf der Berliner Mauer. Seine Rolle am Broadway beweist: „Dreams do come true!“ (Träume können wirklich wahr werden).

 

Yahoo:       Hallo und willkommen beim Yahoo! Chat. Danke, dass Ihr heute hier seid. Hier kommt jetzt für Euch ein großartiger Chat mit dem einzigartigen David Hasselhoff, der mit Euch über sein neustes Bestreben, das J&H PPV zu senden, reden wird. Er ist hier! Er hat es sich bequem gemacht und wir können jetzt starten!

Frage:        David Hasselhoff, „this is the moment“ auf den alle gewartet haben!!!!!

DH:            Wirklich nett von Euch – Hallo!

Yahoo:       Die Frage ist: wirst du ein J&H Album veröffentlichen? Und wird dieses Album in Ungarn erhältlich sein J?

DH:            Nun, es gab nie Pläne, dass ich ein J&H Album machen soll, aber ich werde den Song „this is the moment“ mit auf mein nächstes Album aufnehmen. Es wird ein zweisprachiges Album werden: englisch und spanisch. Auf spanisch heißt der Song: „Hoy Es El Dia“.

Frage:        Okay, jetzt stelle ich mal die 1. Frage: warst du vor deinen Auftritten als J&H sehr nervös, weil du dachtest, es könnte etwas schief gehen?

DH:            Nein, anfangs war ich nicht nervös. Es war mehr eine Art „Überleben“. Es war etwas, worauf ich, um es machen zu können, 40 Jahre lang gewartet habe, und ich wollte weder mich selbst, noch jemand anderen, besonders meine Eltern, die an mich glaubten, enttäuschen.

Frage:        Hey David, wie ist es J&H zu sein?

DH:            In einem Wort: es ist herrlich... auf der Bühne zu stehen... das vermisse ich sehr. Es ist eine fantastische Herausforderung und für jeden, der jemals irgendetwas mit Theater machen will... ist es das Größte. Sehr schwierig, sehr anspruchsvoll... aber auch sehr bewegend und sehr dankbar.

Frage:        Wird David versuchen wieder auf der Bühne zu stehen – z.B. in einem Andrew Lloyd Webber Musical??

DH:            Ich sehe mich im Augenblick nach einem neuen Projekt um. Ich arbeite mit Leslie Bricusse, dem Texter von J&H und anderen klassischen Stücken wie Willy Wonka und Dr. Doolittle zusammen, und wir sprechen davon, ein neues Musical zu entwickeln. Aber wenn ich morgen ein Angebot aus New York bekäme, würde ich den nächsten Flieger nehmen.

Frage:        Welcher Schauspieler in J&H war dir während deiner Musical – Zeit am meisten behilflich?

DH:            George Merrit, der den Utterson spielte. Er spielte meinen Vertrauten und Anwalt. Und er war für mich eine Art Licht, das mich mit einem Gebet und mit dem Glauben, das wir alle einen Grund für unser Hiersein haben, durch jede Vorstellung führte. Außerdem gab er mir die Zuversicht, meine Ängste besiegen zu können.

Frage:        Hi David, ich sah dich zwei Mal in New York. „The way back“ war mein Lieblingssong, was war dein Lieblingssong? Du warst echt klasse!

DH:            Oh – „the way back“! Das war eine schreckliche Herausforderung für mich, denn ich musste das hohe E treffen. Mein Lieblingssong war „the confrontation“, bei dem ich 2 Songs zugleich sang und 2 Charaktere zugleich darstellen musste.

Frage:        Hey David, kannst du uns etwas über das PPV Special sagen und was wir sehen werden?

DH:            Ihr werdet Broadway live sehen. Ihr werdet aber nicht nur im Publikum sitzen, sondern auch mit den Schauspielern auf der Bühne sein. Außerdem werdet ihr auch einen Blick hinter die Kulissen werfen können, der euch zeigt, wie es in der Garderobe zugeht. Und ihr werdet die Broadway Show live vom besten Platz des Hauses aus erleben – und das ganze zu einem Bruchteil des eigentlichen Preises. Ich erzähle jedem, wenn ihr 20 Freunde einladet, seht ihr es quasi kostenlos.

Frage:        War die Doppelrolle für dich aufreibend?

DH:            Oh ja, sie war schrecklich aufreibend. Es kam mir vor, als spielte ich jeden Abend im Superbowl... ich habe davon immer noch blaue Flecken. Die Herausforderung war wirklich enorm, aber so ist eben das Leben. Besiege deine Ängste. Als ich das erste Mal Fallschirmspringen war, dachte ich, das war jetzt schrecklich und verrückt. Nichts lässt sich mit dieser Rolle vergleichen. Ich könnte sie morgen in einer Minute spielen... jetzt, wo ich sie kenne! Aber am Anfang war sie sehr schrecklich.

Frage:        Fragst du dich manchmal, ob du mit Mr. Hyde verwandt bist?

DH:            Meine Frau denkt sicher, dass ich das wäre. Ich denke, dass in jedem von uns ein „Mr. Hyde“ ist. Immer, wenn du deinem Boss die unverblümte Wahrheit ins Gesicht sagen willst, ist das Mr. Hyde. Immer, wenn dich jemand beleidigt und du ziehst von dannen und denkst dir „Hätte ich doch nur was gesagt“, hätte Mr. Hyde nicht nur etwas gesagt, sondern auch etwas getan. Jeder von uns hat eine dunkle Seite. Sie ist ein Teil des Lebens und manchmal ist sie sehr interessant.

Frage:        Hey, wann wirst du in Kalifornien sein?

DH:            Ich weiß es nicht. Von hier aus werde ich nach Miami gehen, um mein Album mit Rudy Perez auf spanisch fertig zu kriegen. Und dann habe ich frei, um endlich nach Los Angeles zu meiner Familie zu kommen.

Frage:        Wann wird das PPV zu sehen sein?

DH:            Am 10. März – diesen Samstag. Ich glaube um 20 Uhr.

Frage:        David, welche weiteren Pläne bezüglich deiner Gesangskarriere hast du in der nächsten Zeit? Ist es dir lieber der Musicalstar vom Broadway oder der Popsänger zu sein?

DH:            Ich glaube, mir ist es am liebsten als die Person bekannt zu sein, die was immer sie auch tut, versucht das beste zu geben. Viele Songs, die ich schon  gesungen habe, waren nicht für den Weltmarkt gemacht, aber sie waren – sagen wir mal für Deutschland oder für den Broadway. Ich glaube nicht, dass ich jemals ein weltweiter Kassenschlager sein werde, aber ich fühle, dass ich als Live-Sänger und als Entertainer eine Menge anzubieten habe. Was auch immer das sein wird: Broadway oder Pop. Wenn ihr kommt, und mich live seht, bin ich mir sicher, dass ihr überrascht sein werdet.

Frage:        Wird das PPV auch in Deutschland zu sehen sein?

DH:            Es wird in den USA und in Lateinamerika zu sehen sein. In Europa wird es erst später zu sehen sein.

Frage:        Gehst du gern in Spielcasinos?

DH:            Nicht so gern wie früher. Aber wenn du in ein Casino gehst, dann mache sicherheitshalber ein Würfelspiel

Frage:        Wann kommt dein neuer Film „Layover“ heraus?

DH:            Das ist die 1000000 Frage – ich bin sehr stolz auf diesen Film und ich hoffe, er ist bald zu sehen. Es ist ein grandioser Film, etwas, worauf man stolz sein kann.

Frage:        Was sind deine Pläne bezüglich des Knight Rider Films? Kannst du etwas Licht in das Dunkel bringen?

DH:            Die Verhandlungen über den Film laufen im Augenblick. Es wird jetzt entschieden, ob es ein Film, oder aber ein Fernsehfilm werden wird. Nächste Woche kann ich mehr darüber sagen. Im Moment, sieht er ungefähr so aus: Michael Knight wird, nachdem er eingefroren wurde, weil ihm ein tödliches Gift gespritzt wurde, wieder aufgetaut. Devon, die Ur-Ur-Großnichte von Devon Miles, Michaels ehemaligem Boss und Mentor, ist nur das Oberhaupt der Foundation für Recht und Ordnung, die nun FLAG heißt. Devon und ihr neuer Partner (ein sehr junger Michael Knight Typ) wollen zusammen mit dem echten Michael Knight und dem neuen KITT ein Team bilden, um mit dem weiterzumachen, was künftig Knight Rider 3000 sein soll.

Frage:        Wen magst du lieber: Hyde oder Jekyll?

DH:            Hyde zu spielen machte mir mehr Spaß, aber Jekyll ist eindeutig mehr so wie ich.

Frage:        Ich würde gern wissen, ob das Musical Mr. Hyde besser darstellt als das Buch. Wird im Musical weniger die physische als die psychische Veränderung des Jekyll dargestellt? Außerdem wüsste ich gerne, ob es im Musical irgendwelche Anspielungen auf Alkoholismus und die Wirkung von Drogen gibt, die den Menschen zu einem Monster werden lassen, das sie in Besitz nimmt.

DH:            Das ist eine sehr gute Frage. Die Originalgeschichte wurde von Robert Louis Stevenson geschrieben. Er schrieb über seinen Vater, versuchte ihn aus irgendeinem Koma zu bekommen; eine Krankheit, die wir heute als Schizophrenie oder vielleicht als Alzheimer kennen. Der Charakter des Hyde entsteht aus dem Drogengebrauch. Das könnte eine Metapher sein, die das Schlechte von Drogen und Alkohol aufzeigt. Es ist ein klassisches Musical, von dem ich denke, dass etwas davon auf jeden Menschen zutrifft. Und man sollte verstehen, dass in jedem von uns ein kleiner Hyde steckt. Manchmal ist das Böse stärker und auch einfacher als das Gute, doch die Verantwortung darüber trägt jeder Mensch selbst.

Frage:        In welchem der Länder, in denen du schon mal aufgetreten bist, war das verrückteste Publikum?

DH:            Ich glaube, das verrückteste Publikum hatte ich neulich in Chile, wo ich beim Vina El Mar Festival aufgetreten bin. Noch nie hatte ich solche Reaktionen gesehen. Es war ziemlich lustig.

Frage:        Wie war das, als du das erste Mal auf der Bühne am Broadway standest und sich dein lebenslanger Traum erfüllte?

DH:            Ich stellte mich hin, sah zu meinen Füßen und sagte zu mir: „Du hast 40 Jahre gebraucht, um hier her zu kommen, jetzt kann’s losgehen!“

Frage:        War es schwer für dich, eine Person mit gespaltener Persönlichkeit zu spielen – hast du lange zur Einstudierung gebraucht?

DH:            Eigentlich war es lustig. Wir hatten 6 Wochen lang intensive Proben, die 5 Stunden Handlungseinweisung mit dem Regisseur, sowie 2 Stunden Musical Anweisungen beinhaltete. Das war eine ziemliche Herausforderung. Aber ich glaube, das Glück war mir hold. Denn in meinen Augen bedeutet Glück, auf jede Möglichkeit vorbereitet zu sein, wenn sie passiert.

Frage:        David, wo bist du im Moment?

DH:            In einem New Yorker Hotel.

Frage:        Würdest du sagen, dass Live-Auftritte im Vergleich zum immer wieder von vorne Anfangen bei Ton- oder Filmaufnahmen, einfacher sind, weil sie in einem Stück sind?

DH:            Manchmal ja, manchmal nein. Manchmal ist man in einer Art natürlichem Fluss – die Vorstellung läuft dann in einem Guss. Du weißt gar nicht genau, was du da tust, aber es funktioniert. Und dann gibt es Abende, an denen man 2 linke Füße hat und gar nichts funktioniert. Die Kunst ist jedoch, dass der Zuschauer nichts von alledem mitbekommt.

Frage:        In wie vielen Sprachen hast du schon gesungen?

DH:            Ich habe auf französisch, spanisch, deutsch gesungen – also vier.

Frage:        Würdest du eine Tour durch Europa in Betracht ziehen, bei der du Jekyll & Hyde spielst?

DH:            Oh, da gab es schon ein Angebot. Im Moment denke ich darüber nach, das Musical in Asien bekannt zu machen.

Frage:        Wie kam es dazu, dass du dich für das Musical Jekyll & Hyde entschieden hast?

DH:            Ich hatte einfach genug von Baywatch. Ich bemerkte eine Stimme in meinem Inneren, die zu mir sagte, ich müsse mir selbst beweisen, wozu ich fähig sei, was andere von mir erwarten und wofür ich Talent habe. Also streckte ich die Fühler aus und bekam einige Angebote. Eins davon war Music Man, das zu dieser Zeit nicht in Frage kam, ein anderes war Annie get your gun und schließlich Jekyll & Hyde. Als ich die Musik hörte – besonders den Song „This is the moment“ – wusste ich, dass dies das richtige für mich war. Es ist eine gotische Rock-Oper.

Frage:        Was ist eigentlich aus deinem KITT – Auto geworden? Durftest du es behalten?

DH:            KITT ist in meinem Gästehaus untergebracht. Jeden Tag sagt er zu mir: „Michael, Michael – wann arbeiten wir wieder zusammen?“

Yahoo:       Du inspirierst Leute auf der ganzen Welt. Glaubst du, dass das Beste auch für dich erst noch kommen wird??

Frage:        Wie schwierig war es für dich vor einem sachkundigen J&H Publikum aufzutreten?

DH:            Am Anfang war ich ziemlich schüchtern, aber ich konnte das Publikum bald für mich gewinnen, weil ich an mich selbst glaubte und sehr hart daran arbeitete, es besser zu machen. Übrigens, morgen werde ich in „The View“ zu sehen sein. Dort wird ein Ausschnitt vom PPV gezeigt, auf dem man mich auf der Bühne sehen kann.

Frage:        David, gibt es noch etwas anderes, das du gerne erreichen möchtest?

DH:            Ich wäre gern der King of the World... J

Frage:        Nimmst du deine Kinder mit, wenn du irgendwo Live auftrittst?

DH:            Meine Kinder, ja... Meine Kinder und meine Frau waren mit mir in New York City. Sie sind mir eine große Stütze und üben Kritik, damit ich es besser machen kann – meist aber auf eine positive Art und Weise. Meine Tochter hat mich schon überall hin begleitet – Taylor-Ann hatte, noch bevor sie ein Jahr alt war, bereits 9 Stempel in ihrem Pass. Jetzt will sie zurück nach Europa gehen. Ich sagte ihr: „Schatz, da warst du doch schon“, aber sie kann sich nicht daran erinnern. J

Frage:        Welcher von den Songs, die du jemals aufgenommen hast, ist dein Lieblingssong – und warum?

DH:            Gute Frage... „More than words can say“, weil er von meinem musischen Chef, mir selbst und noch einem anderen Freund geschrieben wurde. Er ist etwas ganz besonderes, weil derjenige, der die Originalversion geschrieben hat, an Krebs gestorben ist und der Song eigentlich sein Vermächtnis ist. Wir haben ihn jetzt ins Spanische übersetzt und zu unserem Leadsong für den lateinamerikanischen Markt gemacht.

Frage:        Glaubst du, dass viele Leute das PPV anschauen werden? Und bekommt William Daniels vielleicht seine Rolle in Knight Rider zurück, falls es neu gedreht wird?

DH:            Ich bin mir nicht sicher, WER sich das PPV anschauen wird. Es geht mir dabei nicht ums Geldverdienen. Mir ging es darum, den Leuten den Broadway nach Hause zu bringen. Ich bin mir auch nicht sicher, ob es ein finanzieller Erfolg sein wird, aber da die Kritiken gut waren, ist es wert, angeschaut zu werden, wenn es anders wäre, würde ich heute Abend nicht hier sitzen. Ich habe noch ein paar andere aufregende Dinge in New York zu erledigen, aber der Chat ist eine gute Gelegenheit, mich mit Leuten, die meine Karriere verfolgt haben, zu unterhalten. Die Fragen sind für mich unterhaltend und auch aufregend, weil sich die Leute wirklich für mich interessieren. Manchmal ist man im Fernsehen zu sehen, arbeitet lange Zeit daran und fragt sich dann, ob es sich überhaupt jemand anschauen wird. Also ist es doch großartig, die Person oder das Gesicht, das sich hinter den Worten verbirgt zu kennen.

Frage:        Wo singst du am liebsten?

DH:            Unter der Dusche       

Frage:        Wirst jemals wieder einen Song auf französisch singen? Ich frage dich das, weil dein französisch sehr hübsch klingt...

DH:            Ganz bestimmt nie nie nie nie nie mehr wieder. Französisch war schrecklich.

Frage:        Wir wünschen dir gute Besserung, denn wir haben gehört, dass du die Late Night Show aus Krankheitsgründen abgesagt hast. Wirst du morgen in The View zu sehen sein?

DH:            Ich werde morgen ganz sicher in The View zu sehen sein. Ich glaube, die Presse interessiert sich mehr für mich, wenn ich aus Krankheitsgründen die Late Night Show absage, als wenn ich in der Show bin.

Frage:        Als du vorhin „Handlungseinweisung“ sagtest, meintest du da die Musical-Choreographie oder die Regieanweisungen – oder beides?

DH:            Beides. Übrigens, das besondere am PPV ist, dass es weltweit das erste Musical ist, das in High Definition aufgenommen wurde.

Frage:        Ist J&H dein erster Auftritt auf der Bühne – also ohne Filmkameras?

DH:            Ich wuchs mit dem Theater auf. Als ich 8 Jahre alt war begann ich mit dem Theaterspielen. Ich hatte ein Theater. Ich glaube, es ist für jeden wichtig, seinen Träumen zu folgen – egal, ob man nun Matheprofessor oder Wissenschaftler werden möchte – mach es einfach. Nerve deine Eltern damit, besuche jeden Kurs, den du mitmachen kannst, denn die Konkurrenz ist groß und man muss auf alle in Frage kommenden Möglichkeiten vorbereitet sein.

Frage:        Hat Pam schon mal an einem deiner Songs mitgeschrieben?

DH:            Meine Frau Pamela grüßt euch. JA, sie hat an „More than words can say“ mitgeschrieben.

Frage:        Hast du in nächster Zeit vor, mal eine Tour durch die USA zu machen? Du hast hier viele Fans, die du gar nicht wirklich beachtest... immer nur die Fans in Europa.

DH:            Das ist so süß. Meine Frau sagt mir dauernd: „geh nicht nach Deutschland. Bitte tritt in den USA auf“. Deshalb stellen wir gerade eine David Hasselhoff Live Show zusammen, die vielleicht in Las Vegas zu sehen sein wird und mit der wir auch auf Tour gehen könnten. Sie wird eine Art Zeitreise durch meine 20jährige Karriere: beginnend im Theater, dann weiter mit TV-Serien und über Popruhm bis hin zum Broadway.

Frage:        Ich hoffe, dass mit deinem neuen Album auch eine neue Single herauskommen wird. Wie wäre es mit einem Videoclip, den du zusammen mit deinen Fans machst? Sowas wie Savage Gardens „Affirmation“ oder wie die Backstreet Boys „The One“ oder „I want it that way“.

DH:            Also, ich glaube, das ist etwas, was gleich nach meinem nächsten Traum kommt, und das ist das Album in Englisch und Spanisch fertig zu kriegen. Der Grund, warum ich ein Latin-Album mache ist, dass ich die Musik einfach fantastisch finde. Ich denke, die Musik ist besser, als die meisten Songs, die hier in den USA gespielt werden, weil sie aus Herzschmerz, Leidenschaft und Klasse besteht. Ich glaube, dass die US-Musik an einem Punkt angekommen ist, an dem es entweder nur aufgebauschten Teenie-Kram oder radikalen Rap und nicht viel dazwischen gibt. Es ist sehr schwierig, Radiosender dazu zu bewegen seine Platten zu spielen – und ich habe auf solche Spielchen keine Lust. Ich bin nur daran interessiert eine glaubwürdige Vorstellung abzuliefern. Und ich denke, einer meiner nächsten Schritte wird sein, dies zu bestätigen – ganz im Gegensatz zum Trend eine Platte nur zu machen, damit sie im Radio gespielt wird.

Frage:        Warum kommst du immer nur nach Deutschland, Österreich oder andere westeuropäischen Länder? Wirst du auch mal wieder nach Ungarn kommen?

DH:            Ich war in Budapest. Es ist dort wirklich schön. Ich war in einem Hotel, das auf einem Berggipfel war.

Frage:        War Baywatch eine „Insel der Versuchung“?

DH:            Nein, eher ein Überlebenstraining.... J

Frage:        Gibt es eine Chance, dass du den Song „Somewhere in a dream“ auf spanisch singst?

DH:            Bist du aus Deutschland? Denn, dieser Song wurde eigentlich nie in den USA veröffentlicht. Er ist einer meiner Lieblingssongs... eigentlich keine schlechte Idee.

Frage:        Denkst du daran eine neue Fernsehserie zu machen? Wir vermissen dich auf dem Bildschirm.

DH:            Wir arbeiten daran... wir arbeiten auch daran, Knight Rider auf den Bildschirm zurück zu bringen und außerdem an der nächsten Lizenzvergabe... auch bekannt als das nächste Baywatch. Ich werde einige Zeit brauchen, aber glaube mir, ich werde bald wieder auf dem Bildschirm zu sehen sein.

Frage:        Hast du jemals daran gedacht ein „Techie“ (gemeint ist Computerfreak) zu werden?

DH:            Als Gegensatz zum Jekkie? J Äh – nein, für mich ist es schwierig länger als 5 Minuten still zu sitzen.

Frage:        Was ist das beste Reiseland?

DH:            Das beste Reiseland... kommt drauf an, was du machen willst... auf der ganzen Welt... Ich würde vielleicht meinen die USA.

Frage:        Gibt es irgendwelche Vorbilder, die du bewunderst?

DH:            Mehr als jeden anderen bewundere ich Sammy Davis, jr. Als ich noch sehr jung war, wartete ich mal als Kellner auf ihn. Er sang „what kind a fool am I” – einer seiner charakteristischen Songs; später fand ich heraus, dass diesen Song eigentlich Leslie Bricusse, der auch Jekyll & Hyde schrieb, geschrieben hat. So schließt sich der Kreis. Sammy Davis war ein grandioser Mann und eine große Inspiration für mich. Im Moment ist Elton John der beste Sänger, denn es gibt nichts, was dieser Kerl anpackt, was nicht erfolgreich wäre.

Frage:        NEIN! Ich bin nicht aus Deutschland, sondern aus New Jersey. Und dies ist mein absoluter Lieblingssong!

DH:            Wow

Frage:        Es scheint, als hättest du einen sehr vollen Terminkalender. Was machst du, um dich zu entspannen?

DH:            Reisen – ich besuche die seltsamsten Plätze, die ich finden kann, z.B. den Stamm der Masai in Kenia, oder Fallschirmspringen, Tiefseetauchen, oder TRUCK LAGOON (hääääääää?)

Frage:        Was war deine Lieblingsszene in Jekyll & Hyde?

DH:            Meine Lieblingsszene in Jekyll & Hyde ist.... die Konfrontation, weil man alleine auf der Bühne steht und 2 Rollen auf einmal spielt. Und wenn man eine Textzeile vergisst, kommt man in Teufels Küche. Jeden Abend hatte ich riesige Angst davor, weil ich wusste, dass das mein letzter Song war und ich dachte immer, was mache ich nur, wenn ich eine Zeile vergesse? Wie kann ich das dann nur wieder hinbiegen? Aber es ist erstaunlich zu welchen Gedächtnisleistungen man fähig ist. Und wenn man vorbereitet ist und wirklich an sich selbst glaubt, schafft man es auch.

Frage:        Bleibst du mit den anderen Jekyll & Hyde Darstellern in Verbindung?

DH:            Ja, ich treffe sie alle diese Woche bei einer Premiere hier in New York. Und es würde mich freuen, wenn wir das Musical noch mal aufführen könnten.

Frage:        Wann wird dein Auftritt in Las Vegas erwartet?

DH:            Im Moment stecken wir noch in der Planung. Vielleicht irgendwann 2002...

Frage:        Ist dieses Album deine erste weltweite Veröffentlichung?

DH:            Ja

Frage:        Welches Broadway Musical würdest du dir jetzt, nachdem Jekyll & Hyde zu Ende ist, aussuchen, wenn du das könntest?

DH:            Music Man – das war schon immer eins meiner liebsten.

Frage:        Hast du je daran gedacht, dich zur Ruhe zu setzen?

DH:            Nein, nicht im Moment – ich bin ein Workaholic, wenn ich nicht 15 Sachen auf einmal zu erledigen habe, bin ich äußerst deprimiert.

Frage:        Was ist deine größte Leistung?

DH:            Vater zu sein.

Yahoo:       David, vielen Dank, dass du mit uns gechattet hast.

DH:            Keine Ursache

Yahoo:       Das Jekyll & Hyde PPV wird am Samstag, 10. März gesendet. Mehr Informationen findet ihr unter www.jekyll-hyde.com. Vielen Dank an alle für die großartigen Fragen. Tschüss, bis zum nächsten Mal!